PROJEKT EISZEITEN UND KLIMAWANDEL

Auf Initiative des Mammutmuseums wurde 2007 ein interdisziplinäres Forschungsprojekt gestartet mit dem Ziel, die Entstehungs- und Klimageschichte des Wehntals aus dem Klimaarchiv der Ablagerungen im ehemaligen Gletschersee zu entschlüsseln. Einer Forschungsbohrung am Mammutweg im Oktober 2007 in 30 m Tiefe folgten im Mai 2008 seismische Untersuchungen im Wehntal durch das Institut für Geophysik der ETH Zürich. Zwei weitere Erkundungsbohrungen östlich des Dorfs im Bereich „Schnöten“ in 100, bzw. 75 m Tiefe dienten der Bestätigung der seismischen Untersuchungen der glazial übertieften Rinne des Wehntals. Im März 2009 wurde sodann eine Kernbohrung am Ostrand des Dorfs auf 94 m abgetieft. Sie traf in 1.5 m Tiefe auf die Mammuttorfschicht, in 86 m Tiefe auf Grundmoränenmaterial und in 89.5 m Tiefe auf Molassefels. Das Kernmaterial der Bohrung wurde von den Experten des Forschungsprojekts detailliert untersucht. Die Schwerpunkte lagen bei der Zusammensetzung, den für die klimatische Interpretation wichtigen Pollen, Sporen, Samen und Hölzern und der Altersbestimmung der erbohrten Sedimente. Die Resultate wurden an internationalen Fachtagungen, in Fachpublikationen und in einer Broschüre des Mammutmuseums vorgestellt.

2007: Forschungsbohrung Mammutweg

2008: Seismische Untersuchung im Wehntal

2009: Erkundungsbohrungen, Kernbohrung und Sondiergraben